Amtliche Meldung

Großeinsatz beim Waldbrand zwischen Gebhardshain und Steinebach

Mehr als 300 Einsatzkräfte kämpften über 24 Stunden gegen den Vegetationsbrand

Am vergangenen Sonntag, 16. August, wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain zu einem Einsatz alarmiert, der sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Gegen 14.05 Uhr erfolgte der erste Alarm mit dem Stichwort „B2 Waldbrand“. Zunächst wurden die Einheit Steinebach, ein Löschfahrzeug aus Rosenheim, ein Tanklöschfahrzeug aus Betzdorf sowie der Gerätewagen Waldbrand aus Scheuerfeld zur Regionalen Schule nach Gebhardshain alarmiert.

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte im Bereich des Kleinspielfeldes oberhalb der Schule einen sich rasant entwickelnden Vegetationsbrand vor. Aufgrund des starken Windes war schnell erkennbar, dass sich der Brand in Richtung der Ortslage Gebhardshain ausbreitete.

Daraufhin erhöhte Wehrleiter Markus Beichler die Alarmstufe auf „B3 Vegetationsbrand groß“ und forderte weitere Kräfte und Komponenten zur Unterstützung an. Unterdessen breitete sich das Feuer immer weiter aus und gefährdete akut einen Straßenzug mit fünf bis sechs Wohnhäusern in Gebhardshain.

In dieser Phase wurde Wehrleiter Markus Beichler bereits durch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Björn Jestrimsky unterstützt. Dieser koordinierte zunächst Maßnahmen im Hintergrund und forderte unter anderem den Einsatz der Polizei-Hubschrauberstaffel zur Brandbekämpfung an. Als sich zeigte, dass der Brand vorerst nicht unter Kontrolle zu bringen war, übernahm Björn Jestrimsky für den Landkreis Altenkirchen die Einsatzleitung.

Im weiteren Verlauf musste der Bereich „Im Eckewieschen“ in Gebhardshain evakuiert werden. Hierfür wurde das Gebhardshainer Bürgerforum durch die Ortsbürgermeisterin und das DRK als Anlaufstelle vorbereitet und genutzt.

Während des Brandereignisses drehte der Wind mehrfach, sodass sich das Feuer auch in Richtung Steinebach entwickelte und die Realschule plus gefährdete. Vor allem große Teile der Steinebacher Ortslage waren über einen längeren Zeitraum einer starken Rauchentwicklung ausgesetzt. Um die Bevölkerung zu warnen, wurden sowohl in Gebhardshain als auch in Steinebach Warnfahrzeuge der Feuerwehr der Verbandsgemeinde eingesetzt.

Der Waldbrand umfasste schließlich knapp vier Hektar Waldfläche. Nur mit enormem Einsatz gelang es, das Feuer auf diesen Bereich zu begrenzen und letztlich abzulöschen. Der konzentrierte Großeinsatz führte durch das Zusammenspiel von intensiver Handarbeit im direkten Löschangriff, dem Einsatz zahlreicher Wasserwerfer und der hervorragenden Unterstützung des Polizeihubschraubers zum gemeinsamen Erfolg.

Aus der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain waren alle neun Feuerwehreinheiten sowie die beiden DRK-Ortsvereine am Einsatz beteiligt.

Während der sehr anstrengenden Löscharbeiten mussten fünf Feuerwehrangehörige durch das DRK behandelt und teilweise in Krankenhäuser gebracht werden. Grund hierfür waren hauptsächlich starke Erschöpfungserscheinungen.

Ein Einsatz dieser Größenordnung erfordert Weitsicht, eine gute Koordination und umfassende Unterstützung. Dies gelang der Technischen Einsatzleitung, die in der Schule eingerichtet wurde, hervorragend.

Letztlich waren Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis Altenkirchen sowie aus dem Westerwaldkreis, dem Oberbergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis eingebunden. Hervorragende Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte zudem durch das THW und nicht zuletzt durch zahlreiche Landwirte, die mit großen Wasserfässern die Löschwasserversorgung an der Einsatzstelle unterstützten.

Am späten Abend war der Brand unter Kontrolle. Am darauffolgenden Montag fanden noch ganztägig umfangreiche Nachlöscharbeiten statt, bevor der Einsatz am Nachmittag vollständig beendet werden konnte. Die Einsatzdauer betrug damit mehr als 24 Stunden. Auch die anschließende Aufbereitung der eingesetzten Gerätschaften und der Einsatzkleidung beschäftigte die Feuerwehren noch mehrere Tage.

Landrat Peter Enders, Bürgermeister Joachim Brenner, BKI Björn Jestrimsky und Wehrleiter Markus Beichler dankten allen weit über 300 eingesetzten Kräften für ihren herausragenden Einsatz. Gleichzeitig zeigten sie sich erleichtert darüber, dass es zu keinen größeren Personenschäden kam und keine Gebäude den Flammen zum Opfer fielen.

Text: Feuerwehr Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain

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